Nebelmaschinen, Scheinwerferlicht und jubelnde Fans verbindet man üblicherweise nicht mit Pitching-Events. Beim globalen Finale von Get in the Ring, das am 15. März im Rahmen des Global Entrepreneurship Congress im kolumbianischen Medellín vor 800 begeisterten Zuschauern ausgetragen wurde, waren sie aber ebenso wesentlicher Bestand wie die sechs herausragenden und hochdotierten Startups, die auf den Gesamtsieg des Wettbewerbs hofften.

Get in the Ring ist ein globaler Wettbewerb für Startups, die in mehreren nationalen und kontinentalen Vorentscheiden gegen ihre Kontrahenten antreten. Das eigentliche Pitching gleicht hierbei einem Boxkampf – mit dem Unterschied, dass das Duell mit Worten und Ideen bestritten wird. Die Kandidaten treten entsprechend der Kapitalgröße ihres Unternehmens in unterschiedlichen „Gewichtsklassen“ gegeneinander an (Leichtgewicht bis 1 Mio. Euro, Mittelgewicht bis 10 Mio. Euro und Schwergewicht über 10 Mio. Euro). Nachdem jeder der beiden Teilnehmer seine Idee kurz einzeln vorgestellt hat, haben die Kandidaten jeweils eine halbe Minute Zeit, um sich in vier Runden zu unterschiedlichen Bereichen wie der Teamzusammenstellung, den bisherigen Erfolgen, dem Businessmodell des Unternehmens und dem potentiellen Markt zu äußern. Die letzte Runde nennt sich „Freestyle“ und erlaubt es den Kandidaten, letzte wichtige Aspekte zu benennen und sich wenn möglich gegenüber dem Kontrahenten besser darzustellen. Zuletzt haben die fünf Juroren die Möglichkeit, den Kandidaten Fragen zu stellen.

2015 beteiligten sich insgesamt 80 Nationen mit 5.000 Startups an Get in the Ring, darunter so unterschiedliche Länder wie Weißrussland, Belgien, Nigeria, Chile, Barbados, Palästina, Marokko, Sudan, Elfenbeinküste, Indonesien, die Niederlande und Südkorea. Sie organisierten im Laufe des Wettbewerbs über 130 Events mit mehr als 20.000 BesucherInnen. Auch Deutschland beteiligte sich mit einem nationalen Finale im Rahmen der Gründermesse „Initiale“ in Dortmund während der Gründerwoche 2015 und schickte drei Startups zur nächsten Wettbewerbsrunde – dem Finale für Nordeuropa in London.

Die deutschen Kandidaten in London waren:

  • mynoise GmbH, Duisburg, bietet Dienstleistungen für Tinnitus-Patienten an
  • Scavix Software Ltd. & Co. KG, Ebstorf, programmieren Software nach den individuellen Wünschen der Kunden
  • Solvoluta, Kiel, hat mit „Schnexagon“ ein patentgeschütztes Verfahren entwickelt, mit dem aus jedem Material nachträglich ein Schneckenschutzzaun gemachen werden kann

Am Vortrag des globalen Finales fand in Medellín eine weitere Vorauswahl statt, so dass aus den angereisten 20 Kandidaten sechs endgültige Finalisten ausgewählt wurden. Verbunden war dies mit einem Mentoring durch die Juroren und Trainings-Sessions inklusive Video-Analyse für die Pitches.

Video der Vorauswahl hier 

Neben dem Gewinn des Wettbewerbs und der Bekanntmachung des Produktes ist für die Kandidaten vor allem der Kontakt zu potentiellen Investoren und Partnern ein entscheidender Faktor an Get in the Ring. Hierzu besteht für alle Kandidaten im Rahmen des viertägigen Programms vor Ort ausreichend Gelegenheit. Auf die Gewinner des Wettbewerbs wartet außerdem eine Reise um die ganze Welt, im Rahmen derer sie sich nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch Investoren und einige der weltweit führenden Unternehmen wie Samsung, Orange, Rocket Internet, Sequoia Capital Asia und Heineken vorstellen können.  

Die sechs Teilnehmer des globalen Finales waren:

  • Leichtgewicht:

SpeakEZ (Israel), hat eine patentierte Technologie entwickelt, die 1-zu-1-Kommunikation von Menschen ermöglicht, die unterschiedliche Sprachen sprechen.

LIK (Morroco) (Gewinner), erlaubt es dem Nutzer, Freiminuten oder Daten im Austausch für gezielte Werbung auf ihrem Smartphone zu bekommen.

  • Mittelgewicht:

Aquanos (Israel), hat eine Technologie zur Wasseraufbereitung entwickelt, die wesentlich weniger Energie benötigt als herkömmliche Methoden

Biodencell (Colombia) (Gewinner), versucht mit Hilfe von Stammzellen Krankheiten wie Arthritis, Diabetes und Multiple Sklerose zu heilen.

  • Schwergewicht:

DOT (South-Korea) (Gewinner), stellt eine Braille-Smartwatch her, die blinden Menschen Zugang zu alltäglicher Kommunikation und Bildung ermöglicht.
OnOff-App (France), erlaubt es Nutzern, mehrere Telefonnummern auf Smartphones einzurichten

 

Live-Stream des globalen Finales hier

Offizielle News zum globalen Finale hier

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